RÜCKWANDBAU 1
 

Rückwandbau

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Terrarium Rückwandbau / Bauanleitung 1

Terrarium RückwandbauMit einem Terrarium Rückwandbau Geld sparen? Wenn man sich auf den regelmäßig stattfindenden Börsen oder in Terraristik Geschäften umschaut, fallen einem immer wieder die schönen künstlichen Felsenrückwände auf. Die große Ernüchterung folgt aber, wenn der Preis einer industriell  hergestellten Terrarium-Rückwand ins Spiel kommt! Eine optisch nicht gerade ansprechende, simple Standard Kork- oder Fotorückwand ist nicht unbedingt jedermanns Sache. So bleibt als kostengünstige Alternative eigentlich nur noch der Bau einer selbst gebastelten Rückwand aus Styropor und flexiblen Fliesenkleber über. In der nachfolgenden Rückwand-Bauanleitung werde ich die einzelnen Arbeitsschritte beschreiben. Vielleicht hilft ja diese Anleitung dem einen oder anderen Terrianer bei seinem Terrarium Rückwandbau.

In letzter Zeit häuften sich Mails an, in denen spezielle Fragen über den Rückwand Selbstbau gestellt wurden. Ich hoffe, dass mit der Beschreibung und den Rückwandbau Infos auf dieser Seite, die meisten Fragen zu diesem Thema beantwortet werden. Diese Rückwand-Bauanleitung wird ständig erweitert, da immer mal wieder neue Fragen zu diesem Thema an mich gerichtet werden. Deshalb wird von Zeit zu Zeit,  die Beschreibung wie auch das Bildmaterial ergänzt.

Wie ihr selbst auch noch feststellen werdet, kann beim Bau einer solchen, der Natur nach empfundenen Terrarium Rückwand, auch einiges schief gehen.

Beschreibung der negativen Baubeispiele:

Es wurde vergessen vor Beginn der Arbeiten die Glasplatte am  Terrarium Boden zu schützen !
(Auch Werkzeuge können  mal herunterfallen)

Beim Verdichten der Styroporoberfläche ist das Glas bei den Bauarbeiten zersprungen. An den Rändern der Rückwand (Übergang Styropor auf Glas) kann es durch punktuelles oder übermäßiges  Erhitzen mit dem Heißluftgebläse zum Glasbruch kommen.

Mit dem Heißluftgebläse beim Verdichten der Styroporoberfläche, durch zu langes draufhalten, ein Loch ins  Styropor  gebrannt.

Beim Modellieren der Styroporrückwand wurde mehr Material weg geschnitten als notwendig war.

Bei der Farbzusammenstellung den falschen Farbton getroffen. Im nassen Zustand sieht die Färbung der selbst gebauten Rückwände viel dunkler aus als im trockenen !

Vorsicht beim Terrarium Rückwandbau:

Beim Erhitzen und Verbrennen von Styropor können gesundheitsschädliche Dämpfe entstehen !
(Immer bei  solchen Tätigkeiten im Freien arbeiten und sich dabei angemessen schützen)

Lasst euch aber bitte nicht von mir entmutigen !

Durch umsichtiges Arbeiten lässt sich Glasbruch am Terrarium normalerweise verhindern. Die meisten anderen Missgeschicke lassen sich durch Pu-Schaum und zusätzliche Fliesenkleberschichten (flexible Sorte verwenden) wieder beheben.

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Rückwandbau Fragen:

Warum flexiblen Fliesenkleber beim Terrarium Rückwandbau ?
Terrarium RückwandbauBeim Rückwandbau können reine auf Zementbasis gefertigte Fliesenkleber, meines Wissens nach unter bestimmten Bedingungen, eine schlechtere Flexibilität aufweisen. Bei flexiblen Fliesenklebern wird durch beimischen verschiedener Kunststoffe die Verformungsfähigkeit erhöht. So sollen Verformungen, die im Terrarium z.B. durch Kälte, Wärme und kurzfristige Feuchtigkeit auftreten, von diesem speziellen Kleber besser kompensiert werden. Dauerhafte Nässe können diese flexiblen Fliesenkleber soweit ich weiß nicht verkraften und sind somit für Aquarien und sehr feuchte, nasse Terrarien nicht geeignet.

Bei den flexiblen Klebersorten gibt es erhebliche Preis (+ - 25 €) und Qualitätsunterschiede. Die Qualität und Menge der beigemischten Kunststoffe sollen dabei eine große Rolle spielen. Teure Produkte müssen nicht unbedingt immer die besseren  sein. Speziell beim flexiblen  Fliesenkleber, habe ich aber die Erfahrung gemacht, dass man beim Rückwandbau nicht unbedingt am verkehrten Ende sparen sollte!  Im Zweifelsfalle besser einen erfahrenen Fliesenleger fragen. Die werden am ehesten wissen, von welcher Ware man bei dem Selbstbau einer Terrarium Rückwand die Finger lassen sollte.

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Welcher Kleber wurde verwendet ?
Aquarium Silikon wurde ich für das Styropor verwendet, was direkt auf das Glas geklebt wurde. Das Styropor untereinander wurde mit Styroporkleber verklebt. Die rechtwinkligen Ecken und Kanten am Styropor wurden mit normalen Polyurethan / Bau Schaum aufgefüllt. Schnell aushärtender Schaum mit Härter (nach ca. 30 min fest)  kam nicht zum Einsatz. So konnten die Dosen mit dem angefangenen PU-Schaum auch noch am nächsten Tag verwendet werden.

Hässliche Seitenscheiben was nun ?
Meine Seitenscheiben wurden für den Rückwandbau von innen zum Teil mit Styropor beklebt. Als Folge waren von außen die hässlichen Silikonkleckse und das Styropor zu sehen. Da ich aber auch seitlich ins Terrarium schauen wollte, (siehe Bild) war ich gezwungen diese beiden Schandflecke zu beseitigen. Also wurden die Glasaußenseiten, bis zur Kante der Felskonturen mit einer Schaumstoffrolle drei mal gestrichen. Die Glasoberfläche wurde vorher sorgfältig mit etwas Verdünnung die auf einem Putzlappen aufgetragen wurde gesäubert. Ein kleiner Fingerabdruck reicht schon aus um die Farbe auf dem Glas an dieser Stelle abperlen zu lassen !! Als Farbe wurde weißer seidenmatter Haftprimer (man bekommt auch schwarzen) benutzt. Überschüssige Farbe (Kante Felskontur) wurde mit einer Rasierklinge nach dem austrocknen abgeschabt.

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Welches Färbemittel ?
Bei der einen oder anderen Rückwand-Bauanleitung wird zum Einfärben der Fliesenklebermasse auf Abtönfarbe verwiesen. Diese normalen Abtönfarben kann ich für den Bau von selbst gemachten Rückwänden nicht empfehlen. Es werden Unmengen davon benötigt um den Kleber für die nachgebildete Felswand einzufärben! Bei den Oxidfarben, Beutel ca. 8-15 Euro pro kg, reichen geringe Mengen des Pulvers aus. Mit dem Rest der beiden roten und schwarzen Farbpulverbeutel kann ich auf sicher noch einige solcher Wände farblich gestalten.

Diese pulverförmigen Oxid-Farbpigmente sollen meines Wissens nach zementecht sein und kommen bei vielen auf Zementbasis gefertigten Baustoffen wie z.B. Beton zum Einsatz. Alle Farbpigmente sollen untereinander mischbar sein. So ist es kein Wunder das auch Maler diese Pigmente benutzen um bei Wandlasuren, Deckfarben oder z.B. bei Wischtechniken den richtigen Farbton zu treffen.

Ausnahme:
Beim Einfärben und Schattieren der letzten beiden Rückwand Schichten (Vertiefungen Felsspalten), wo nur noch geringe Mengen an Farbe benötigt werden, habe ich dann zusätzlich zu den Oxidfarben, auch "Abtönfarben-Konzentrat" (Flascheninhalt 20 ml) aus dem Maler-Fachgeschäft tropfenweise beigemischt, um eine größere Vielfalt an Farbtönen zu erzielen.

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Wo bekommt man das Oxidfarben Pulver ?
Das Pulver wurde beim Baustoff-Fachhandel bezogen. Auch Dachdecker, Maler und Maurer verwenden diese Oxidfarben um Baumaterialien wie z.B. Beton, Fugenmasse, Mörtel, Anstriche usw. einzufärben.

Auf den Beuteln selbst steht nur die Bezeichnung Oxidfarbe Rot oder Schwarz. Baustoffhändler haben meistens nur das rote oder schwarze Farbpulver im Programm. Diese beiden Farbpulver Sorten werden in der Baubranche nun mal am meisten verwendet. Falls andere Farbtöne gebraucht werden (z.B. blau, oxidgelb, oxidbraun, bordorot, oxidgrün, echtorange usw. ) ist das beschaffen der Farbpigmente auch kein großes Problem.

Einfach mal bei den gängigen Suchmaschinen mit den Begriffen "Oxidfarben", "Pulverfarben", "Trockenfarbe" oder "Pigmentfarbe" suchen und schon wird man fündig. Unter anderem habe ich bei so einer Suche im Web z.B. ein ganzes Oxidfarben Sortiment gefunden.

Sind die Färbemittel oder der Fliesenkleber giftig ?
Ich bin weder Biologe noch Chemiker !
Daher kann ich keine Auskunft darüber geben, ob die beim Rückwandbau verwendeten Baustoffe wie Abtön-Oxid Farben, Fliesenklebersorten usw. schädliche oder giftige Stoffe enthalten ! Da aber in Büchern ähnliche Rückwand-Bauanleitungen oder Infos zum Selbstbau sogar publiziert werden und ich unter anderem in Tiergärten derartige künstliche Felswände schon gesehen habe, kann ich mir nicht vorstellen, dass diese giftig sind. Im Internet wird auf sicher auch die eine oder andere Rückwandbau Beschreibung zu finden sein, bei der Lösungsmittelhaltige Stoffe wie Farben, Versiegelungen, Lacke usw. verwendet werden. Da hätte ich dann schon eher Bedenken, wenn es um die eigene Gesundheit oder um die der Terrarium Tiere geht. Kann aus eigener Erfahrung nur sagen, dass unsere beiden selbst gebauten Felsenrückwände bis heute keine negativen "Auswirkungen" verursacht haben.

Anmerkung:
Bei unserem Korkeichenast wurden die Öffnungen ausgeschäumt und mit Fliesenkleber versiegelt. Muss leider zu meiner Schande gestehen, dass ich beim Versiegeln dieser Öffnungen etwas "schlampig" gearbeitet habe. Die Folge war, dass die Echsen es (nur an dieser Stelle) geschafft haben, etliche kleine Stückchen abzubeißen und wahrscheinlich auch runterzuschlucken. Irgendwelche negativen Auswirkungen, konnte ich in der darauf folgenden Zeit bei unseren Bartagamen aber nicht feststellen ! Der Ast wurde anschließend selbstverständlich noch mal neu versiegelt.

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Können die Bewohner die Beschichtung beschädigen ?
Die Belastbarkeit einer solchen Terrariumrückwand hängt natürlich auch im großem Maße von der Anzahl der aufgetragenen Schichten, der Fliesenkleberqualität und einer sorgfältigen Verarbeitung ab. Ich denke mal es macht auch einen Unterschied aus, ob man z.B. ne Schlange, Bartagame, Eidechse hält oder eine große Waran Art mit einer derartigen Rückwand konfrontiert. Unsere Bartagamen) haben es bis heute noch nicht geschafft ein Stückchen von der Wand abzuknabbern. Selbst wenn die Echsen beim Klettern Kratzspuren auf der Felswand hinterlassen, sind das meine ich keine Schädigungen an der Rückwand, sondern eher die Hornrückstände der abgenutzten Krallen die zu sehen sind.

Kleiner Tipp:
Meine Bartagamen kratzen beim Graben auch gerne mal eine Weile an dem vermeintlichen Felsen. Da durchfeuchtete Teile der Beschichtung auf sicher empfindlicher sind als trockene, wollte ich mit den folgenden Maßnahmen jegliches Risiko von vorn herein ausschließen. 

Beim Rückwandbau wurde im unteren Bereich, wo der feuchte Bodengrund ständig mit der beschichteten Oberfläche vom Kunstfelsen in Kontakt steht, ein schmaler Streifen nachträglich mit Epoxidharz  versiegelt.

Das aufgetragene Zweikomponenten-Epoxidharz wurde noch vor dem Aushärten, unmittelbar nach dem Auftragen der Masse, mit etwas von dem feuchten Terrarium Bodengrund bestreut. In Gegensatz zum trockenen, saugt leicht feuchter Sand weniger Epoxidharz auf. Somit wird verhindert, dass der unnatürlich aussehende Glanz von dem Harz, nach dem Aushärten wieder zum Vorschein kommt.

Der Umgang mit Epoxidharzen kann gesundheitsschädlich sein!
Deshalb muss vor Beginn der Rückwandbau Arbeiten durch angemessene Vorsichtsmaßnahmen dafür gesorgt werden, dass die Gesundheit bei derartigen Tätigkeiten nicht gefährdet wird.

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